Was holte Anaheim aus Sbisa raus?

Hier nun der dritte Teil der Sbisa-Trade-Serie. In Teil 1 haben wir gesehen, was die Blue Jackets aus dem Sbisa-Pick rausholten. Teil 2 fokussierte dann auf die Flyers. In Teil 3 wollen wir uns nun ansehen, welche Assets bei den Ducks noch übrig geblieben sind aus den Sbisa-Transaktionen.

Wie in Teil 2 geschrieben, haben die Flyers am 26. Juni 2009 Chris Pronger und Ryan Dingle aus Anaheim verpflichet. Anaheim seinerseits erhielt ein Paket aus Joffrey Lupul, Luca Sbisa, einem 1st Rd Pick 2009, einem 1st Rd Pick 2010 sowie einem conditional 3rd Rd pick, sofern die Flyers 2010 den Cup gewinnen würden (was hauchdünn nicht eintrat….den Puck suchen sie aber heute noch).

Was hat Anaheim mit diesen total 4 Assets angestellt, welche sie da erhalten haben?

Joffrey Lupul
Lupul wurde nicht mal zwei jahre später nach Toronto abgegeben. Ebenfalls den Weg zu den Leafs fand Prospect Jake Gardiner, welcher in Anaheim noch von Brian Burke (wurde mittlerweile Leafs GM) gedraftet wurde. Dazu gab Anaheim noch ein 4. Runden Pick 2013 ab. Dieser Pick wurde von den Leafs über Chicago noch nach San Jose getradet, welche dann an Stelle 117 Torhüter Fredrik Bergvik zogen.

Luca Sbisa
Wie allen bekannt ist, wurde Sbisa erst gerade kürzlich am Draft-Day an die Canucks verschachert und ist für Anaheim ein verschmerzbarer Verlust. Mit Sbisa zuasmmen gingen Nick Bonino sowie ein 1st Rd Pick 2014 und ein 3rd Rd Pick 2014 nach Vancouver. Die Ducks erhielten Ryan Kesler und einen 3rd Rd Pick für 2015. Dieses Ausmass ist wohl noch etwas schwer abzuschätzen, da wir noch nicht wissen, wie gut die beiden gedrafteten Spieler Jared McCann und Keegan iverson effektiv werden. Auch der Pick 2015 wird noch eine Weile nicht komplett ersichtlich sein. Was wir wissen: Anaheim hat in diesem Trade den besten Speler gekriegt und ist somit der vorläufige Gewinner.

1st Rd Pick 2009
Dieser Pick blieb nicht lange in Besitz der Ducks. Noch am gleichen Tag tauschten sie das Draftrecht für den 21. Pick während der 1. Runde nach Columbus und erhielten dafür den 26. sowie den 37. Pick und wählten damit Kyle Palmieri und Mat Clark. Columbus selbst draftete John Moore.

1st Rd Pick 2010
Der letzte Teil des Trades. Philly erreichte 2010 das Cup-Final und somit kam der Pick ganz am Ende der ersten Runde zu liegen. An Stelle 29 wählten die Ducks dann den Homegrown Stürmer Emerson Etem, welcher in der Zwischenzeit die Inline Skates gegen Schlittschuhe getauscht hatte.

 

Was ergibt das in der Bilanz?

Out
Chris Pronger
Ryan Dingle
Fredrik Bergvik (4th Rd 2013)
Jake Gardiner
Nick Bonino
Jared McCann (1st Rd 2014)
Keegan Iverson (3rd rd 2014)
(Luca Sbisa)
(Joffrey Lupul)
John Moore (1st Rd Pick 2009)

In
Francois Beauchemin
Ryan Kesler
Kyle Palmieri (1st Rd Pick 2009 via CBS)
Mat Clark (2nd Rd Pick 2009 via CBS)
Emerson Etem (1st Rd Pick 2010)
3rd Rd 2015 VAN
(Joffrey Lupul)
(Luca Sbisa)

 

Mit Pronger gaben die Ducks sicher einen Top-Shot ab. Sie waren damals aber nicht mehr in der Lage, Pronger finanziell zu tragen und mussten die Payroll kürzen. Ansonten bei den Abgängen erwähnenswert sind sicher Gardiner und Moore, sowie Lupul, der in Anaheim nicht richtig auf Touren kam, bei den Leafs jedoch zum All Star wuchs. Bonino war ein zuverlässiger Top-9 Forward, wird aber durch einen eigenen Prospect, der eine grössere Rolle erhält, sicher esetzt werden können. Sbisa war – wie ich das schon schrieb – nur ein Depth-Defenseman und wurde am 1. Juli mit Clayton Stoner ersetzt.
Iverson und McCann sind noch nicht abzusehen, ob sie in der NHL Fuss fassen werden.

Im Gegenzug holte sich Anaheim Ryan Kesler, Francois Beauchemin, Mat Clark, Kyle Palmieri und Emerson Etem. Gerade Etem und Palmieri werden sicher grössere Rollen und noch mehr Verantwortung kriegen. Und wenn sie nächstes Jahr mit Ryan Kesler als Center eingesetzt werden statt mit Nick Bonino, dann muss dies schon ein Upgrade sein.

Insgesamt hat Anaheim sicher guten Wert aus den investierten Assets rausgeholt. Da die Ducks bereits ein sehr tiefes Team mit einzelnen Spitzenspielern sind, waren sie nicht darauf angewiesen, extrem an Breite zu gewinnen, sondern konnten sich mit Verpflichtungen von Kesler und Beauchemin sehr genau auf ihre Lücken und Bedürfnisse konzentieren.